Juli 2012

von Alexa

AP @ Kaisersaal zum CSD HH

CSD-Empfang der SPD-Bürgerschaftsfraktion:
Öffnung der Ehe bleibt das zentrale Ziel der Gleichstellungspolitik

Rund 250 Gäste besuchten am Donnerstag den Rathausempfang der SPD-Bürgerschaftsfraktion anlässlich des Hamburger Christopher Street Day. "Es ist erstaunlich, wie viele Engagierte der Hamburger Community unserer Einladung ins Rathaus gefolgt sind. Das zeigt, wie sehr - bei allem Spaß und Feiern - der CSD im Kern doch eine politische Sache ist. Gleichgeschlechtlichen Paaren werden noch immer wesentliche Rechte verweigert" so Philipp-Sebastian Kühn, Fachsprecher für Schwule und Lesben.

Das Motto des Hamburger CSD "Ehe 2.0 - Nach den Pflichten jetzt die Rechte!" findet die volle Unterstützung der SPD-Bürgerschaftsfraktion. Erst im Juli hatte die schwarz-gelbe Mehrheit im Bundestag die Öffnung der Ehe verhindert. Fraktionschef Dr. Andreas Dressel unterstrich in seiner Begrüßungsrede: "Die SPD-Fraktion setzt sich stets für Toleranz, Freiheit und Gleichberechtigung ein und zeigt dies auch beim Thema Gleichstellung durch konkrete Vorhaben. So werden in Hamburg wie in Berlin auf Antrag gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften vorläufig steuerrechtlich, bis zur Entscheidung des BVerfG, gleichbehandelt."

Ehrengast des Empfangs war die US-Generalkonsulin Dr. Inmi Patterson, die neben Bürgermeister Olaf Scholz Schirmherrin des Hamburger CSD ist. Patterson betonte in ihrer Ansprache die Bedeutung von LGBT*-Themen für die US-Regierung. Das unter US-Präsident Obama abgeschaffte Einreiseverbot für HIV-Positive hat es ermöglicht, dass die Welt-AIDS-Konferenz wieder in den USA stattfinden konnte. Der weltweite Kampf gegen AIDS und die internationale Stärkung der Rechte von Schwulen und Lesben seien aber nicht nur der US-Regierung wichtig, sondern auch ein persönliches Anliegen der Generalkonsulin.

"Mit diesem Empfang wollen wir uns bei den Vertreterinnen und Vertretern der Vereine, Initiativen und Institutionen der Community für ihr großes Engagement bedanken. Die zahlreichen Gespräche, die wir miteinander führen konnten, haben gezeigt, dass schwul-lesbische Themen bei der SPD-Fraktion und beim Senat gut aufgehoben sind", so Philipp-Sebastian Kühn. "Mein besonderer Dank gilt dabei dem Hamburg Pride e.V., der unermüdlich für die Gleichstellung kämpft - insbesondere durch die Organisation des jährlich stattfindenden Christopher Street Day in Hamburg."

In seiner Rede ging Kühn auch auf die Forderung nach Stärkung der schwul-lesbischen Jugendarbeit ein. "In diesem wichtigen Segment geben wir deutlich mehr Geld aus." Ein Beispiel sei das neue schwul-lesbischen Jugendtreff "Mixtapes". Auch im Bereich der Aufklärung über gleichgeschlechtliche Lebensweisen an Schulen werde die Aufklärungsarbeit an Schulen nun institutionalisiert und längerfristig mit Mitteln ausgestattet.

Das Kulturprogramm des Empfangs wurde bestritten von der Soulsängerin Dolores Revels, die sich beim AIDS-Benefizkonzert SING4LIFE engagiert, und der Fotokünstlerin Alexa Seewald, die Bilder ihres Kunstprojekts ANDERSRUMportrait®, das sich gegen Diskriminierung und für Vielfalt engagiert, ausstellte.

* Lesbian, Gay, Bisexual und Trans

 

(Quelle: Kühn, MdHB | Pressemitteilung | CSD-Empfang im Rathaus)

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